Das Bad sinnvoll aufwerten

Komfort, Nachhaltigkeit und Wohlgefühl im eigenen Zuhause

Schwarzmatt ist los. Selbst das kleinste Detail kann sich dem Trend nicht entziehen. In strahlendem Gelb wird die Wand zur Bühne für Accessoires. Alles lässt sich kleben und so später vollständig entfernen. Foto: VDS/Hewi

22.08.2022

Bäder machen Spaß. Man denke an XL-Regenduschen, schlaue Brausen, Badewannen für zwei, komfortable Wasserhähne und WCs für Groß und Klein. 

Oder Farbe, Grünpflanzen, Möbel mit riesigen Schubladen und jeder Menge Platz. Dazu Kerzen, Leuchten, Bilder, Hocker, kleine Tische und Regale. 

Smart und mit Spaß

Bei den Duschen locken ultra- oder fliesenflache Ausführungen mit perfekt integrierten Abfluss-Lösungen zum längeren Verweilen und sprechen mit Licht und Musik alle Sinne an. Zudem strömen Strahlarten mit klangvollen Namen wie Champagne oder Rain aus Decke und Wand. Wie gut, dass eine smarte Brause in der Hand den Energieverbrauch misst und auf diese Weise mahnt, wie wertvoll die irdischen Ressourcen sind. Überhaupt ist „smart“ das Gebot der Stunde. Ein bisschen Spaß muss allerdings sein. Deshalb bleibt die Sehnsucht nach einer frei stehenden Badewanne für zwei bestimmt bestehen. Bestenfalls in Bicolor und zentral im Raum platziert. 

Viel Funktion in einer Farbe

Leider bestimmt das dafür erforderliche Badezimmer im King-Size-Format nicht den deutschen Alltag. Vielmehr heißt es in Pandemiezeiten, noch enger zusammenzuleben. Somit rücken Alleskönner, die verschiedene Funktionen vereinen, in den Mittelpunkt.

Dusche besetzt? Macht gar nichts, wenn am Waschbecken eine Armatur mit ausziehbarem Kopf für die Haarwäsche wartet. Noch dazu kann man damit dem Kleinkind die Füße abspülen oder nach dem Spaziergang Gummistiefel säubern. Auf Knopfdruck wechselt der Strahl von sanft auf füllig. Dazu überzeugen die neuesten Wasserspender mit edlen Konturen, verschiedenen Höhen und Modellen für die Auf- oder Unterputzmontage. Die Oberflächen sind vielfältig. Den Ton jedoch gibt eindeutig Schwarz an.

Neuer Wirbel im und ums WC

Selbst Accessoires wie Toilettenbürste und Papierrollenhalter folgen dem Trend. Betrachtet man die WC- und Dusch-WC-Ausstattung aus technologischer Sicht, dann konnten sich die spülrandlosen Typen durchsetzen. Dabei sollte das Spülwasser spritzfrei bis direkt unter den Beckenrand geführt werden. Schon gibt es Modelle, die dank neuer Wirbelkraft nur sehr wenig Wasser benötigen. Zudem stehen antibakterielle Glasuren zur Wahl. Optional gibt es integrierte Fächer für WC-Duftsteine. Am Dusch-WC sorgt eine Geruchsabsaugung für gute Luft. Wie die WC-Sitz-Heizung und das Orientierungslicht startet sie automatisch. Die zweigeteilte Spültaste ist nahezu Standard und lässt mit Blick auf das Design keine Wünsche offen.

Holz und Blattpflanzen

Apropos: Statt sich ihr Bad sprichwörtlich einfach für die schnelle Wäsche einzurichten, investieren die Menschen in ein stilvolles Ambiente. Dabei achten sie laut VDS besonders auf Materialien und Haptik – angefangen beim Armaturenhebel bis hin zur besagten WC-Betätigung. Sogar in Sichtbeton, Marmor oder Eiche ist sie jetzt zu haben.

Dass speziell Holz im Bad die ersehnte Kommodität und Gelassenheit ausstrahlt, beweisen schicke Stauraum-Entwürfe. Darüber hinaus steht das Material wie alle natürlich gewachsenen Werkstoffe für nachhaltiges Wohnen. Das Hoch auf die Natur spiegelt sich in der grünen Energie wider, die die Wellnessoase erobert hat. Ob Dschungel-Styling mit üppigen Monstera-Blättern, skulpturalen Kakteen oder Palmentapete: Pflanzen spenden immer Freude.

Von rund zu bunt

Ziemlich gute Laune verbreiten zudem runde Formen, ob bei Spiegeln, Keramik, Leuchten oder Accessoires. Expressive Farb-Statements dürfen ebenfalls sein, um dem Raum Charakter und Individualität zu verleihen. Sei es mit einer Einrichtung in frischem Salbei, unbekümmertem Pink am Unterschrank sowie Waschschalen in vergnügt-violettem Sweet Love oder blau-beflügeltem Deep Dream. Oder durch eine äußerst kreative Wandgestaltung mit Strukturtapete, Bambus oder Fliesen, die allein dazu dient, ein Ablagekonzept schön bunt in Szene zu setzen.

Digitale Duscherlebnisse

Wer sich stattdessen nach Ruhe sehnt, der genießt am besten das derzeitige Nonplusultra, sprich: ein digitales Duschsystem mit „Natur“. Das vorkonfigurierte Programm sorgt nämlich für die Atempause schlechthin; sowohl mit behaglichen Wassertemperaturen als auch mit für den Schwarzwald typischen Geräuschen, Gerüchen und Bildern. Während wir also derart gestärkt dem frisch gewonnenen Wohlgefühl ein Willkommen zurufen, geht nebenan in der Badewanne der Nachwuchs quietschvergnügt mit Löwenbrause auf Safari. red


Richtig heizen und lüften

Unnötigen Verbrauch und Schimmel vermeiden

Um die Kosten gering zu halten und Schäden zu vermeiden, ist die richtige Einstellung der Heizkörper essenziell wichtig. Auch wenn die kalte Jahreszeit nun langsam zu Ende geht, sollte die eigene Wohnung trotzdem angemessen beheizt und gelüftet sein. Als Faustregel gilt hier, dass die Temperaturen in Badezimmer und Wohnzimmer am höchsten gehalten werden sollten, während es im Schlafzimmer und der Küche ruhig auch etwas kühler bleiben kann. Eine mittlere Temperatur von 20° Celsius kann hierbei für gewöhnlich mit der Stufe 3 der Heizung erreicht werden. Höhere Einstellungen, vor allem die Stufe 5, sind häufig lediglich Energiefresser. Hier wird ein höheres Maß an Energie verbraucht, ohne einen schnelleren Heizeffekt zu erzielen.

Doch auch eine gute Versiegelung von Türen und Fenstern sollte nicht außer Acht gelassen werden. Besonders undichte Fensterrahmen können den Heizverbrauch beträchtlich erhöhen und sollten nach Möglichkeit nachträglich versiegelt werden. Ebenso sollte man die Beheizung eines Raumes durch einen anderen vermeiden, da dies zur Folge hat, dass Feuchtigkeit vom wärmeren ins kältere Zimmer umgewälzt wird und sich dort absetzt.

Um weiterhin Kosten durch Schimmelbefall zu vermeiden, sollte die Wohnung auch regelmäßig gut durchgelüftet werden. Auch hier sind einige Dinge zu beachten. Zunächst sollte täglich gelüftet werden. Dies auch durchaus mehrmals am Tag, je nachdem wie lange sich Personen tagsüber in der Wohnung aufhalten. Hierbei sollte jedoch immer stoßgelüftet werden, bei vollständig geöffneten Fenstern in allen Räumen.

Ein Lüften bei Fenstern auf Kipp, selbst ganztägig, frisst ebenfalls nur unnötig Heizleistung und sorgt auch nicht für Luftaustausch. Wer diese Tipps beachtet, kommt mit einer gut durchlüfteten und kosteneffizienten Wohnung durch alle Jahreszeiten. lps/Mo