Zeit für den klaren Durchblick 

Wann sollte man am besten auf Sommerwischwasser umstellen?

Schmierige Sache: Insektenreste lässt man besser nicht zu lange am Auto. Foto: Karl-Josef Hildenbrand / mag

3.04.2022
Autohaus F. Weiler GmbH

Aus meteorologischer Sicht hat der Frühling zwar schon am 1. März begonnen, dennoch sind bis nach Ostern noch einstellige Außentemperaturen und nachts sogar Minusgrade möglich. Doch die Tage werden peu à peu wärmer – und damit stellt sich auch die Frage nach der richtigen Scheibenwischerflüssigkeit. „Empfehlenswert sind spezielle Sommerscheibenreiniger, die dem typischen, eiweißhaltigen Sommerschmutz effektiv zu Leibe rücken“, sagt Thilo Kunst vom Labor für Umwelt- und Produktanalytik der Expertenorganisation Dekra. Hintergrund: Winterscheibenreiniger enthalten in der Regel Ethanol und Glykol und sind in erster Linie auf Frost- und Vereisungsschutz ausgelegt. „Wer im Sommer weiterhin mit dem Wintermittel unterwegs ist, muss damit rechnen, dass gerade Insektenreste schlechter beseitigt werden und der Schmutz auf der Scheibe leicht verschmiert“, so der Fachmann für Autochemie. Bei Dunkelheit oder tiefstehender Sonne kann dann Gegenlicht zu Lichtstreuung auf der Windschutzscheibe führen und die Sicht des Fahrers beeinträchtigen. Umstellen sollte man aber erst, wenn die Temperaturen nicht mehr unter den Gefrierpunkt fallen. Denn Sommerscheibenreiniger enthalten keinen Gefrierschutz – hier droht bei Minustemperaturen das Versagen der Scheibenreinigungsanlage. Im schlimmsten Fall können beim Gefrieren des Wassers Schäden an Tank, Leitungen und Düsen entstehen. „Wer auf Nummer sicher gehen will, verwendet in der Übergangszeit Ganzjahresprodukte mit geringem Frostschutz“, so Kunst. Da Sommerscheibenreiniger als Basis meist nur Wasser und keine weiteren Lösemittel enthalten, gibt es Konzentrate, die bis zu einem Verhältnis von 1 zu 100 mit Wasser verdünnt werden können. Aus 250 Milliliter Konzentrat lassen sich so 25 Liter Reiniger herstellen. Das spart Geld und Verpackung. mag