Einer, der kein Blatt vor den Mund nimmt
20.09.2018

FDP-Politiker Wolfgang Kubicki, bekommt Weinkulturpreis.

Mit Wolfgang Kubicki erhält eine herausragende Persönlichkeit den diesjährigen Weinkulturpreis mit Überreichung der Georg-Scheu-Plakette. Foto: Kubicki

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Die Verleihung des Weinkulturpreises mit Überreichung der Georg-Scheu-Plakette ist einer der Höhepunkte im kulturellen Leben der Stadt Alzey. Verliehen wird er im Rahmen der repräsentativen Weinprobe am Alzeyer Winzerfest.

Der Preis wird jedes Jahr zu Ehren des Begründers der Rebzüchtung und des modernen Weinbaus, Georg Scheu, verliehen. Gestiftet wird er von der Stadt Alzey, dem Landkreis Alzey-Worms, der Interessensgemeinschaft Wein- und Sektterrasse Alzeyer Winzerfest und der Allgemeinen Zeitung Alzey. Bisherige Preisträger sind Rainer Brüderle, Udo van Kampen, Norbert Blüm, Jürgen Stark, Kardinal Lehmann, Karl-Heinz Kipp, Dieter Wedel, Markus Schächter, Walter Plathe, Horst Lichter, Roberto Blanco, Lars Reichow, Petra Roth, Hans-Ulrich Jörges, Joschka Fischer, Silvia Neid und Peter E. Eckes.

Laudatio von Hans-Ulrich Jörges

Der Weinkulturpreis 2018 geht an Wolfgang Kubicki, FDP-Politiker und Rechtsanwalt. Die Laudatio hält der Journalist Hans-Ulrich Jörges, Preisträger des Jahres 2014.

Der Bundestagsvizepräsident und stellvertretende Bundesvorsitzende der FDP, Wolfgang Kubicki, ist ein streitbarer Politiker, der auch als Jurist und Steuerstrafverteidiger tätig ist. Geboren wird der Schleswig-Holsteiner vor 66 Jahren als jüngstes von drei Kindern in Braunschweig, wo er 1970 Abitur macht und danach in Kiel Volkswirtschaft studiert. Dort zählt Peer Steinbrück zu seinen Kommilitonen. Mit dem Volkswirt-Diplom in der Tasche studiert Kubicki Jura.

Mit einer voll besetzten Wein- und Sektterrasse darf auch diesmal bei der repräsentativen Weinprobe mit der Scheupreis-Verleihung am Samstagnachmittag gerechnet werden. Foto: b+e medien

„Lebensbejahender Mensch“

Schon früh engagiert er sich politisch. Als 19-Jähriger tritt Wolfgang Kubicki der FDP bei. Auf Landes- und Bundesebene bekleidet er in der Folge mehrere Spitzenämter in seiner Partei. Kubickibezieht klare Positionen, eckt damit zuweilen an, spart, wenn aus seiner Sicht nötig, auch nicht mit Kritik an der eigenen Partei. Dass er kein Blatt vor den Mund nimmt, bringt ihm bundesweit Sympathien ein – und macht ihn zum Stammgast in politischen Talksendungen. Als er für die Liberalen 2012 als Spitzenkandidat bei der Landtagswahl 8,2 Prozent der Zweitstimmen holt, nachdem die FDP bei Wahlen zuvor aus sechs Landesparlamenten geflogen ist, macht das Wort vom „Kubicki-Effekt“ die Runde. Kubicki stehe bundespolitisch in der ersten Reihe. Er sei ein lebensbejahender Mensch und sei daher bestens geeignet für den Weinkulturpreis, heißt es in der Begründung für den Preis. red/hje


Von Brüderle über Kardinal Lehmann bis Peter E. Eckes
2000 Rainer Brüderle, ehemaliger Wirtschaftsminister von Rheinland-Pfalz
2002 Udo van Kampen, ehem. Leiter des ZDF-Europastudios Brüssel
2003 Dr. Norbert Blüm, ehemaliger Bundesminister für Arbeit
2004 Prof. Dr. Jürgen Stark, ehemaliges Mitglied im Direktorium der EZB
2005 Kardinal Dr. Karl Lehmann, Bischof von Mainz
2006 Dr. Karl-Heinz Kipp, Gründer der MASSA-Märkte
2007 Dr. Dieter Wedel, Regisseur, ehemaliger Intendant der Nibelungen-Festspiele Worms
2008 Markus Schächter, ehemaliger Intendant des ZDF
2009 Walter Plathe, Schauspieler
2010 Horst Lichter, TV-Koch und Moderator
2011 Roberto Blanco, Künstler
2012 Lars Reichow, Kabarettist
2013 Petra Roth, Oberbürgermeisterin a.D. Ffm.
2014 Hans-Ulrich Jörges, Mitglied der Stern-Chefredaktion
2015 Joschka Fischer, ehemaliger deutscher Außenminister
2016 Silvia Neid, Ex-Trainerin der Frauen-Nationalmannschaft im Fußball
2017 Peter E. Eckes, Unternehmer und Vorsitzender von Rheinhessen-Marketing
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