Ziel: Energieeffizienz steigern!

Quartierskonzept jetzt auch in Stadt Wörrstadt, Armsheim und Gabsheim


18.07.2020

Der Wärmemarkt hat deutschlandweit einen Anteil von rund 40 Prozent an den energiebedingten CO-Emissionen. Das zeigt: Ohne eine Wärmewende können die gesteckten Klimaschutzziele nicht erreicht werden. Bis zum Jahr 2050 will die Bundesregierung einen nahezu klimaneutralen Gebäudebestand realisieren – mit Einsparung von 80 bis 95 Prozent an Treibhausgasemissionen bis 2050, im Vergleich zum Jahr 1990.

85 Prozent Zuschuss

Um dieses Ziel zu erreichen, benötigt man energieeffizientere Gebäude und einen höheren Anteil erneuerbarer Energien am Wärmeverbrauch. Daher werden Kommunen, Unternehmen sowie Bürgerinnen und Bürger bei der Umsetzung der Wärmewende.unterstützt: sowohl vom Bund, über das KfWProgramm 432 „Energetische Stadtsanierung“, als auch vom Land, über das Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten (MUEEF), mit dem Förderprogramm „Wärmewende im Quartier“. Die Zuschüsse belaufen sich auf insgesamt 85 Prozent – 65 Prozent KfW, 20 Prozent MUEEF – der Projektkosten für die Erstellung eines integrierten Quartierskonzepts und die Kosten für einen Sanierungsmanager, der die anschließende Umsetzung der Maßnahmen betreut.

Umfangreicher Maßnahmenkatalog
   

Zur sogenannten „Wärmewende im Quartier“ tragen in erster Linie private Maßnahmen zur Energieeffizienz bei, wie zum Beispiel Dachdämmung und Senkung der Verbrauchswerte, festgehalten im Energieausweis. Fotos: pixelio.de (Tim Reckmann u. Rainer Sturm)
Zur sogenannten „Wärmewende im Quartier“ tragen in erster Linie private Maßnahmen zur Energieeffizienz bei, wie zum Beispiel Dachdämmung und Senkung der Verbrauchswerte, festgehalten im Energieausweis. Fotos: pixelio.de (Tim Reckmann u. Rainer Sturm)

Nachdem sich die Ortsgemeinden Ensheim, Partenheim, Saulheim, Spiesheim und Wallertheim vor zwei Jahren für ein Quartierskonzept entschieden hatten, ziehen nun die Stadt Wörrstadt sowie Armsheim und Gabsheim nach. Ziel eines Quartierskonzeptes ist es, die Energieeffizienz sowie die Sanierungsquote in einem zuvor festgelegten Quartier zu steigern, und zwar unter Beachtung vieler Aspekte, ob städtebaulicher, denkmalpflegerischer, baukultureller, wohnungswirtschaftlicher, demografischer oder sozialer Art.

Nach einer Untersuchungsphase werden Maßnahmen wie Modernisierungsvorschläge, Wärmelösungen und/oder Mobilitätsprojekte entwickelt und in dem Konzept festgehalten. Die Konzeptphasen, aber auch die Umsetzung des Konzeptes, zeichnen sich dabei durch regelmäßige Öffentlichkeits- und Informationsarbeit aus. So werden beispielsweise „Energietische“ zu aktuellen Themen, Thermografie-Wanderungen oder LED-Tauschtage durchgeführt. red/hje

INFO

Ansprechpartner für die Quartiere ist Sanierungsmanager Marcus Michel, Telefon (06732) 601-6092 oder E-Mail marcus.michel@vgwoerrstadt.de.