Gegen die Fluten gut gewappnet

Halbzeit beim Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzept der VG Wörrstadt

2011 trat der Wiesbach über seine Ufer und setzte den Hof der Armsheimer Grundschule unter Wasser. Foto: pa/Axel Schmitz

21.05.2022

Die verheerenden Auswirkungen der Flutkatastrophe im vergangenen Sommer machten auf tragische Weise deutlich: Städte und Gemeinden müssen dringend ausreichend Schutzvorkehrungen treffen. Mit diesem Ziel beschloss der Verbandsgemeinderat Wörrstadt bereits im Dezember 2019, für das gesamte VG-Gebiet ein Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzept zu entwickeln und durchzuführen. Zusammen mit dem Ingenieurbüro Becker aus Bad Neuenahr-Ahrweiler schreitet die Erarbeitung von Maßnahmen voran. Das Land Rheinland-Pfalz fördert in Zusammenarbeit mit dem Informations- und Beratungszentrum Hochwasservorsorge (IBH) ein flächendeckendes Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzept – beim Projekt der VG Wörrstadt sind das 90 Prozent der Kosten.

Informieren, vorbeugen und Schäden reduzieren

Die Möglichkeiten der „Daseinsvorsorge“ können Elementarschäden nicht verhindern, aber zumindest abmildern und Menschenleben schützen. Oft richten auch kleinere lokale Wetterereignisse große Schäden an, die durch vorsorgende Maßnahmen hätten verhindert werden können. Für die einzelnen Gemeinden ergaben sich in unterschiedlichem Maß drei neuralgische Punkte für Überflutungen: Hochwasser aus den Bachläufen (Uferübertritte), Starkregen mit Überflutung aus Außengebieten sowie Überlauf und Rückstau aus dem Kanalnetz. Darauf zielt auch das Maßnahmenpaket ab, das zum Abschluss des Projekts vorgestellt und beraten wird.
    

Die Akteure des Hochwasserschutzkonzeptes (von links nach rechts): Dr. Manthe-Romberg, Dr. Keding, Elena Krupp, Jean-Sebastien Larro, Dorothee Weber, Sandor Domidian, Dagmar Schmitt-Thomas. Es fehlt auf dem Bild die Vertreterin der SGD, Frau Lisa Seidel, die das Projekt als Fördermittelgeberin (seitens des Landes RLP) betreut. Foto: VG Wörrstadt
Die Akteure des Hochwasserschutzkonzeptes (von links nach rechts): Dr. Manthe-Romberg, Dr. Keding, Elena Krupp, Jean-Sebastien Larro, Dorothee Weber, Sandor Domidian, Dagmar Schmitt-Thomas. Es fehlt auf dem Bild die Vertreterin der SGD, Frau Lisa Seidel, die das Projekt als Fördermittelgeberin (seitens des Landes RLP) betreut. Foto: VG Wörrstadt

Nach der Auftaktveranstaltung Anfang 2021 folgten im Sommer Ortsbegehungen durch das Ingenieurbüro Becker, die jeweils gemeinsam mit Ortsbürgermeistern, Beigeordneten, VG und Feuerwehr stattfanden. Dazu kamen im Herbst mehrere Versammlungen für die Anwohnerinnen und Anwohner der Ortsgemeinden, um die jeweilige Situation zu erläutern und anschließend anhand von Karten und Plänen zu diskutieren. Die Teilnehmer konnten dabei auch selbst auf gefährdete Bereiche hinweisen. Vor allem der Informationsaustausch an den Karten war vielen sehr wichtig, es gab zahlreiche Fragen zur Hochwasservorsorge – gerade unter dem Eindruck der Ahrtal-Flut.

Anwohner als wichtige Säulen beim Schutz

Neben Aufklärung und Information über mögliche Gefahren ist das Ziel ebenso das Aufzeigen konkreter Vorsorgemöglichkeiten sowohl für die Kommunen vor Ort als auch für jeden Einzelnen. Die VG Wörrstadt unterstützt daher Anwohner bei der Eigenvorsorge: durch Bereitstellung von Informationen unter www.vgwoerstadt.de mit weiterführenden Links zu Informationen und individuelle Beratung. red