„Das Schöne ist das Feeling auf dem Laufsteg“
25.09.2018

Model werden ist ein Traum mit vielen Facetten – Tipps von Urban-Fashion-Teilnehmern

Als Gründerin des Startups „eXerience“ leitet Diana Komugisha inzwischen Shootings mit Fotografen und Visagisten. Foto: ©Brodlicht Photographie

Für manche junge Frauen scheint es der absolute Traumjob zu sein: Model werden. Menschen aus der Region, die bei Urban Fashion Mode präsentieren oder präsentiert haben, berichten von ihren Erfahrungen. Dabei sprechen sie nicht nur vom schönen Schein, sondern auch von Stress und Schwierigkeiten.

„Es war schon immer ein Traum von mir zu modeln“, erinnert sich Gefion Naomi Herrmann. Allen Mut hatte sie dann zusammengenommen und sich bei Castings beworben – mit Erfolg. „Das Schöne daran ist das Feeling auf dem Laufsteg“, strahlt sie. „Schöne Kleider zu präsentieren und vor der Kamera zu agieren, macht mir Spaß – und auch der Stress hinter den Kulissen.“ Was ist das Schwierige? „Dass es wirklich so viele bildschöne Mädels gibt, die dasselbe wollen.“ Und was empfiehlt sie, um dieses Ziel zu erreichen? „Ich kann den Mädchen, die auch davon träumen Model zu werden, nur ans Herz legen, dass sie einfach sie selbst bleiben und hinter dem stehen, was sie tun, egal, was andere sagen.“ Sie ist sich sicher: „Ich werde auf jeden Fall meinen Traum weiter verfolgen, und mein Ziel wäre es, auch davon leben zu können.“

„Für Interessierte bietet Urban Fashion eine gute Plattform für den Einstieg“, findet Hobby-Model Michael Schwarz. Foto: Thomas Hartmann

Auf der Suche nach einem Nebenjob wurde Carmen Klapczynski aufmerksam gemacht auf eine Anzeige für „Best Ager Models“. Von Astrid Bittner Utsch wurde sie ausgewählt und dann zum Laufstegmodel ausgebildet. „Der Modeljob ist für mich ein Ausgleich zu meinem Beruf“, sagt sie. „Ich arbeite in einer Schule für Kinder mit Handicap. Da sind Schickimicki und hohe Schuhe fehl am Platz. Auf dem Laufsteg kann ich diese Seite von mir ausleben. Ich stehe gern auf einer Bühne und präsentiere Mode.“ Allerdings findet sie es schwierig, bezahlte Jobs zu bekommen. Sicher mache ihr diese Aufgabe Spaß, doch es sei auch kein leichter Job, mit Blick auf den zeitlichen Aufwand für die Anproben, die Generalprobe und Show. Welche Tipps gibt sie anderen Interessierten? Wer es ernst meint, sollte sich eine gute Model-Schule suchen, laufen lernen und sich bei guten Agenturen bewerben.

Carmen Klapczynskis Tipp: Sich eine gute Model-Schule suchen, laufen lernen und sich bei guten Agenturen bewerben. Foto: ©Brodlicht Photographie

„Ich würde mich nicht als Model bezeichnen, da ich das Ganze eher hobbymäßig und in meiner Freizeit betreibe“, sagt Michael Schwarz. Angefangen hatte für ihn alles mit dem ersten Casting zu Urban Fashion vor ein paar Jahren. „Das hat auf Anhieb geklappt“, denkt er gern zurück. Das Schöne daran ist für ihn, „sich auszuprobieren, sich zu präsentieren und dadurch natürlich auch an Selbstbewusstsein zu gewinnen.“ Sein Tipp: „Für Interessierte bietet Urban Fashion eine gute Plattform für den Einstieg. Hier findet man viele Gleichgesinnte, die bei aller Unterschiedlichkeit ein tolles Model-Team bilden, in dem man sich wohlfühlen kann.“ Er findet es besonders spannend, beim Modeln mit so vielen verschiedenen Personen arbeiten zu dürfen, und interessiert sich, wie er betont, immer auch „für den Menschen dahinter“.

Gefion Naomi Herrmann träumt davon, einmal vom Modeln leben zu können. Foto: Gefion Naomi Herrman

Ihre Freude am Modeln entdeckte auch Diana Komugisha schon vor Jahren und unternahm einige Anläufe, bis ihr 2012 der Einstieg in diese ganz eigene Welt gelang. Mit der Anmeldung in der Plattform „Model-Kartei“ öffneten sich für sie neue Türen, sie erhielt viele Aufträge. Nun arbeitet sie freiberuflich für diverse Projekte von Fotografen, Visagisten und Designern. Auf über 60 Fotoshootings in ganz Deutschland kann sie seither stolz zurückschauen, hinzu kamen zwei Kurzfilme und mehrere Laufsteg-Erfahrungen auf der Urban-Fashion-Show. „Das Schöne am Modeln ist der Einblick in verschiedene Bereiche, nicht nur vor, sondern auch hinter der Kamera. Das ermöglicht mir, sowohl im Filmdreh eingesetzt zu werden, wo Bild- und Tonbearbeitung, Lichtführung und Lichtsetzung eine große Rolle spielen, als auch bei einem Fotoshooting in die unterschiedlichsten Rollen zu schlüpfen“, gibt sie Einblicke in ihre abwechslungsreichen Aufgaben. Ihre jahrelange Erfahrung kann sie nun auch im eigenen Startup „eXperience“ einbringen. Als Gründerin leitet sie Shootings mit Fotografen und Visagisten. „Dadurch gebe ich vielen Models die Möglichkeit, erste Erfahrungen zu sammeln und natürlich schöne professionelle Bilder für die Sedcard zu bekommen“, lädt Diana Komugisha ein. nwz

Datenschutz