Symbiose von Material und Persönlichkeit
25.09.2018

Designerin Anja Gockel präsentiert ihre neue Kollektion „Phenomenal woman“

Nach dem Erfolg ihrer Präsentation zur Berliner „Fashion Night“ dürfen die Besucher gespannt sein auf die neue Show von Anja Gockel, die allen bei freiem Eintritt offensteht. Fotos: Anja Gockel GmbH

Feminin, selbstbewusst, strahlend: So charakterisiert Anja Gockel ihre neueste Kollektion „Phenomenal woman“. Dieser Titel basiert auf einer Thematik mit Tiefgang, wie die Designerin und preisgekrönte Modeschöpferin erzählt. Zugleich weckt sie die Vorfreude auf ihre eigene Show.

„Phenomenal woman“, die neue Kollektion, wurde inspiriert von klugen Zeilen von Maya Angelou, einer afroamerikanischen Schriftstellerin. Anja Gockel bewundert sie als „Frau, die ihre Strahlkraft, ihren Mut und ihr Selbstbewusstsein durch die Auseinandersetzung mit den Herausforderungen ihres Lebens erlangt hat.“ Trotz mancher Hindernisse auf ihrem Weg machte sie sich stark für die Rechte von Frauen. Ihre Texte sieht die Mainzer Modeschöpferin als Hymne auf alle weiblichen Wesen und die „faszinierende Art des Frauseins“. Auf Schönheit, umschreibt sie poetisch, „die Selbstbewusstsein und innere Ausgewogenheit vereint“. Erkennbar ist sie am Leuchten in den Augen, im Schwung beim Laufen, an Enthusiasmus und positiver Energie aus dem Innersten. All das, wünscht sich Anja Gockel, sollten die Damen „nicht verstecken wollen vor lauter Funktionalität“. Lieber sollten sie all die Begabungen, die sie mitbekommen haben von der Natur, auch nutzen.

Römerpassage Mainz GbR

Oft erlebe sie Frauen als wenig selbstsicher, sagt sie, als zu schüchtern und eher auf eigene Schwachstellen fokussiert. „Doch wir dürfen das Leben in unserer Gesellschaft mitbestimmen, uns selbst weiterentwickeln – und uns nicht unterkriegen lassen“, appelliert sie. Diese Ermutigung wird auch spürbar in ihrer Kollektion, mit der sie Frauen deutlicher sichtbarer machen möchte. „Frauen sollen scheinen, ihr Charisma leuchten lassen, das genießen, was sie schon haben und weiter ausbauen können“, gerät sie ins Schwärmen, „und sich beflügeln lassen von einem charmanten Selbstbewusstsein.“ All dies zieht sich als roter Faden durch ihre Kollektion.


Auf eine „vielversprechende Symbiose zwischen Materialien und Persönlichkeit“ legt Anja Gockel Wert und möchte, wie sie beschreibt, „alle Facetten der textilen Weiblichkeit in ihrer Kollektion vereinen.“ Strahlende, klare Farben sind dabei ein wichtiges Thema. Ein knallroter Mantel etwa kann auf einem schmalen schlichten Kleid getragen werden. Klare ausdrucksvolle Muster liegen bei ihr im Trend, ob geometrisch oder mit großer Blume. Diese und andere Prints können gern kombiniert werden mit Signalrot oder Kobaltblau.


Neue Show


Auch eine weitere Farbwahl unterstreicht für die Designerin den weiblichen Charakter: Zartes Puderrosé als Jacke, was verführerisch wirkt, wird mit sattem Tannengrün kombiniert, was an Bäume denken lässt. Auch die Kombination von „fluffigen Fellen und glatten Materialien“ passt für Anja Gockel sehr gut zur dunklen Jahreszeit, zudem verwendet sie oft fließende Stoffe und großzügige Silhouetten. Generell ist ihre Kollektion geprägt von sportlichen Elementen, um Glamour und die Freude an Gesundheit und Fitness zu kombinieren.

Nach dem Erfolg ihrer Präsentation zur Berliner „Fashion Night“ dürfen die Besucher gespannt sein auf ihre neue Show, die allen bei freiem Eintritt offensteht. „Die Teilnahme an Urban Fashion ist ein Tribut an meine Stadt“, sagt Anja Gockel, „denn Mode ist für mich nicht nur ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens, sie ist auch ein Teil unserer Kultur.“ Mit der Art sich zu kleiden sei immer ein Statement verbunden, findet sie, und freut sich auch selbst darauf, ihre Mode öffentlich zur Diskussion zu stellen. Zugleich macht sie Appetit auf einen Besuch in ihrem Atelier und Geschäft in der Alten Patrone für spannende Einblicke, wie die Kleidung entsteht, vor Ort in Deutschland produziert. Zudem möchte sie mögliche Bedenken nehmen: „Unsere Preise liegen nur im dreistelligen Bereich“, betont sie, und lädt ein auf einen Kaffee oder ein Gläschen Sekt. Gern können auch Lieblingsteile aus dem Kleiderschrank mitgebracht werden um etwas Neues dazu auszuwählen. nwz

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