Spannender Ausblick inklusive
11.09.2019

Glas-Holz-Fassaden verbinden großzügige Optik mit hoher Energieeffizienz

KOMBINATION: Die Materialien Glas und Holz bieten zahlreiche Freiheiten für architektonisch ansprechende Fassaden. Foto: djd/Uniglas/Petschenig

Zwar kann man nicht die Natur ins Haus holen – aber zumindest die starren Grenzen zwischen dem Innen- und Außenbereich etwas auflockern. Viele Bauherren setzen heute auf eine moderne Architektur mit extragroßen Glasflächen in der Fassade, im privaten Eigenheim ebenso wie im Gewerbebau. Die transparente Außenhaut des Gebäudes lässt die Innenräume nicht nur im Handumdrehen viel heller und freundlicher wirken. Gleichzeitig sorgen die weiten Ausblicke in die Umgebung für ein großzügiges Wohngefühl. Allerdings sind die Dämmanforderungen bei Glasfassaden besonders hoch, um kostspielige Energieverluste während der Heizsaison zu vermeiden. In der Kombination der Materialien Glas und Holz gibt es dazu zahlreiche Möglichkeiten.

Holz als natürlicher, nachwachsender Rohstoff zählt zu den wohl ältesten Baumaterialien des Menschen. Auch Glas kommt seit Jahrhunderten in Gebäuden zum Einsatz. Das traditionsreiche Material wird heute industriell gefertigt, um hohe Ansprüche an den Wärmeschutz und die Sicherheit zu erfüllen. In der Kombination ergänzen sich die Materialien gegenseitig. Verbundelemente kombinieren die jeweiligen Eigenschaften von Glas und Holz hinsichtlich Natürlichkeit, Energieeffizienz und baulicher Flexibilität. Die CO2-Bilanz der Fassade wird laut Herstellerangaben so um bis zu 43 Prozent gegenüber herkömmlichen Glasfassaden gesenkt. Gleichzeitig erreicht man mit der verbesserten Wärmedämmung leicht die heutigen Vorgaben für nachhaltiges Bauen.

Eine Unterholzkonstruktion reicht dabei aus, um die Verglasung zu befestigen – ganz ohne die sonst üblichen Metallprofile. Dazu wird eine Leiste aus robustem Holz mit Spezialsilikon auf die Raumseite der Glasscheibe verklebt und anschließend mit dem Holzskelett der Unterkonstruktion verschraubt. Nach diesem zeitgemäßen Bauprinzip lassen sich gläserne Fassaden fast ohne Größeneinschränkung verwirklichen. Zugleich werden so die Bauzeiten spürbar verkürzt. Mit der Ganzglasfassade erhalten auch Wohngebäude eine markante Optik sowie eine helle Raumwirkung – und das bei einfacher Montage sowie sehr guten Dämmwerten. Holz-Glas-Verbundsysteme weisen zahlreiche Vorteile auf, nicht nur bezüglich ihrer Optik und ihrer Energiesparwirkung. Vorteilhaft an der transparenten Fassadengestaltung sind ebenfalls die deutlich verkürzten Montagezeiten. Aufgrund des hohen Maßes an Vorfertigung gehen die Arbeiten auf der Baustelle schnell und somit auch kostensparend für den Bauherren vonstatten. Auch das spätere Auswechseln einzelner Verbundelemente lässt sich bei Bedarf unkompliziert umsetzen. djd

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