Sieben gute Gründe
11.09.2019

Treppen aus Holz haben viele Vorteile

BEQUEM: Treppen gibt es auch freitragend, eine Unterkonstruktion aus Beton oder Stahl erübrigt sich dann. Foto: Treppenmeister

Gerade im Wohnbereich sind Treppen aus Holz der Klassiker überhaupt. Aber ist das wirklich so selbstverständlich? Es gibt sieben gute Gründe, die für Holztreppen sprechen: Nachhaltigkeit: Der ökologische Fußabdruck von Holz kann sich sehen lassen:

Während des Wachstums spalten Bäume das klimaschädliche Kohlendioxid auf und geben reinen Sauerstoff ab. Einen Nachweis, dass das verwendete Holz aus Wäldern mit nachhaltiger Forstwirtschaft stammt, bietet das PEFC-Zeichen (Pan European Forest Certification Council). Dieses Gütesiegel setzt international anerkannte Standards für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung und berücksichtigt auch die durch Familienbetriebe geprägten Eigentumsstrukturen in Europa. Das Pendant für Tropenhölzer ist das FSCE-Zeichen (Forest Stewardship Council), das die Herkunft aus umweltgerechter Waldwirtschaft in Übersee gewährleistet.


„Der ökologische Fußabdruck von Holz kann sich sehen lassen.“
Individualität: Holz hat Charakter – Bäume haben je nach Standort individuelle Wuchsbedingungen, die die Färbung beeinflussen. Ob helles Ahornholz, rötliche Buche oder warmbraune Eiche: Jeder Stamm hat seine eigene unverkennbare Maserung. Mit Holz als Werkstoff lassen sich nahezu alle Farbtöne realisieren. Im Trend sind derzeit vor allem heimische Harthölzer wie Eiche und Esche.

Langlebigkeit: Wie lange Treppenstufen halten hängt entscheidend von der Oberflächen-Behandlung ab. Eine gut lackierte Holzstufe, die bei Bedarf immer wieder nachgepflegt wird, kann 20 bis 30 Jahre in Gebrauch sein. Entscheidend sind die Oberflächenhärte und Lackschichtdicke. Aus ökologischen Gründen empfiehlt sich umweltfreundlicher Wasserlack. Alternativ bieten sich auch Oberflächenveredelungen an, bei denen die Stufen geölt und gewachst werden.
   

Graf Custine gibt sich ganz bürgerlich. Foto: Stadtarchiv Darmstadt

Gehkomfort und Ruhe: Fußwärme ist ein Punkt, der im Wohnbereich immer wieder für Holz spricht. Weniger gefragt sind knarrende Stufen: Ist die Luftfeuchtigkeit zu hoch, dehnt sich Holz minimal aus. Dadurch können Verschraubungen nach einiger Zeit an Spannung verlieren, die Treppe beginnt zu knarren. Ideal ist eine Raumtemperatur von 19 bis 24 Grad bei 40 bis 60 Prozent Luftfeuchtigkeit.

Variabilität: Mit Treppen lassen sich architektonisch viele Ideen verwirklichen: Sie können offen konzipiert sein oder man schließt die Rückseite mit sogenannten Setzstufen. Geschwungene Varianten sind genauso möglich wie geradlinige Verläufe. In nahezu jede Nische lässt sich eine Holztreppe einbauen. Gestaltung: Holz sorgt nicht nur für Natürlichkeit und Wärme, der Werkstoff überzeugt auch in Verbindung mit anderen Materialien wie Glas und Edelstahl. Treppen aus Esche bieten sich beispielsweise in Kombination mit einem Handlauf aus geschliffenem Edelstahl an. So lassen sich architektonische Verbindungen zum Wohnraum schaffen – sei es zu Türgriffen oder zu Möbeln mit Komponenten aus Edelstahl.

Einfacher Einbau: Holztreppen können freitragend ausgeführt werden, eine Unterkonstruktion aus Beton oder Stahl erübrigt sich dann genauso wie ein eventuelles Auffüttern der RohbetonStufen, um die Höhe oder Breite der Treppe zu korrigieren. Holztreppen brauchen keinen Stufenbelag, Verputz oder Anstrich. red

    
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