Schon jetzt das Blütenfest für den Frühling planen
11.09.2019

Zwiebeln und Knollen von Frühlingsblumen gibt es jetzt in vielen Sorten

FRÜHBLÜHER: Hyazinthen in größeren Gruppen sind beliebte Frühlingsboten. Foto: 1001 gute Gründe

Planung ist das halbe Gärtnerleben – denn wer im Frühjahr eine echte Blütenfülle erleben möchte, der sollte sich am besten schon bald damit beschäftigen. Farbenprächtige Frühlingsblüher wie Tulpen, Hyazinthen und Krokusse werden ab Oktober als Zwiebel oder Knolle gepflanzt und treiben im Frühjahr von selbst aus. Nach der Blüte sollte man das welkende Grün aber nicht zu früh abschneiden, denn sie lagern die Nährstoffe aus den Blättern wieder in der Knolle ein. Die so genannten Geophyten überwintern, indem sie sich komplett in die Erde zurückziehen. Der Kältereiz durch Minustemperaturen regt dann im nächsten Jahr den Neuaustrieb wieder an.

PFLANZZEIT: Blumenzwiebeln sollten ab Oktober in die Erde kommen, damit sie im Frühjahr erblühen können. Foto: 1001 gute Gründe

Farbakzente im Garten

Im Garten kann man mit Zwiebel- und Knollenpflanzen über einen längeren Zeitraum im Frühjahr Farbakzente setzen:

• Schneeglöckchen zeigen sich bereits im Januar und Februar.
• Krokusse folgen zwischen Februar und März.
• Klassische Osterglocken haben von März bis April Saison, andere Narzissen auch früher oder später.
• Bei den Hyazinthen beginnt die Blütezeit ab April.
• Tulpen blühen je nach Sorte zwischen März und Mai.

Die meist eher schmalwüchsigen Pflanzen sollten dabei in Gruppen gepflanzt werden, damit sie ihre Wirkung entfalten. Größere wie Tulpen und Narzissen mindestens zu fünft, kleinere wie Krokus oder Blaustern gerne auch in größerer Fläche. Vor einem ruhigen Hintergrund, zum Beispiel einer Mauer oder Hecke, kommen sie besonders gut zur Geltung.

Bunter Balkon

Auch auf kleiner Fläche im Topf für Balkon oder Terrasse kann man sich mit einem einfachen Trick ein längeres Blütenfeuerwerk sichern: Die Zwiebeln werden nach Blütezeit und Höhe übereinander eingepflanzt. Für die unterste Lage eignen sich zum Beispiel langstielige Tulpen, darüber Hyazinthen und ganz oben die kleinen Krokusse. Wichtig ist dabei nur, dass zwischen den Schichten ausreichend Erde bleibt und die Zwiebeln versetzt angeordnet werden, sodass sie beim Austreiben nicht von den darüber liegenden behindert werden. Ein Tipp von Profigärtnern: Wenn man die Position der Zwiebeln jeweils mit einem Stab markiert und sie erst dann mit Erde bedeckt, lassen sich die nächsten Lagen immer genau dazwischen platzieren. Am Ende die Stäbe einfach wieder herausziehen.

Wer jetzt schon Zwiebelblumen pflanzt, bringt sich noch vor dem Winter in Stimmung für den Frühling – und Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude. red
   
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