Bunte Frühjahrsboten helfen bei Erkältungen
29.03.2019

Primeln – beliebter Blumenschmuck und zugleich wirkstoffreiche Heilpflanzen

Über 600 bunte Primeln und andere Frühblüher werden die zahlreichen Blumenkübel und Pflanzbeete in der Innenstadt schmücken und bei den Besuchern Frühlingsgefühle wecken. Fotos: b+e medien

Primeln gehören in aller ihrer Farbenfülle schon lange zu den ersten Frühlingsboten, die wir uns gerne aus den Gärtnereien und Blumenläden mit nach Hause nehmen. Die großen Blüten in meist leuchtenden Farben versprühen gute Laune und lassen uns nur zu gern glauben, dass die warme Jahreszeit nun schon mit aller Nachhaltigkeit in unsere Region eingezogen ist. Neben den klassischen Primeln, die man als Zierpflanze kennt, gibt es noch etliche Wild- und Zierarten, so dass man auf insgesamt etwa 500 Arten über Europa und Asien verteilt kommt. Der deutsche Trivialname Schlüsselblumen für einzelne Arten kommt übrigens – wer hätte es gedacht - von der Ähnlichkeit des Blütenstandes weniger Arten mit einem Schlüsselbund.


Hoher Gehalt an Saponinen

In ihrer kultivierten Form finden Primeln in verschiedenen Farben als beliebte Beet- und Balkonpflanzen Verwendung. Es gibt aber auch viele Sorten für kühle Zimmer. Bekannt als blühende Topfpflanzen ist hier beispielsweise die Becher-Primel.

Doch sehen Primeln nicht nur einfach gut aus. Sie werden wegen ihres hohen Gehalts an Saponinen auch als Heilpflanze eingesetzt. Diese Substanzen wirken beispielsweise bei Erkältungskrankheiten und chronischer Bronchitis schleimlösend und fördern den Auswurf von Schleim.

In Hustensäften und Tees

Die Saponine findet man nur zu einem kleinen Prozentsatz in der Blüte selbst. Wesentlich wirkstoffreicher ist die Wurzel, die daher in Hustensäften, Hustentropfen oder auch Hustentees Einsatz findet. Doch sollte man nun nicht selbst losziehen und die nächst beste Primel mit heißem Wasser überbrühen. Denn hier ist bei der Dosierung Vorsicht geraten, da die orale Aufnahme ansonsten zu Vergiftungserscheinungen wie Magenschmerzen, Übelkeit, Brechreiz und Diarrhöe führen kann. Daher also am besten nur von Fachleuten bearbeitete Primelprodukte zu sich nehmen. red/hje

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