Pflege im Spätsommer

Wie der Garten nach der trockenen Hitze wieder grün wird

Auch im Topf sorgen die farbenfrohen Sternblüten der kleinen Astern für fröhliche Stimmung. Foto: Blumen - 1000 gute Gründe

26.08.2021

Für viele Pflanzen war der Sommer eine große Belastung. Tageweise stellte der Regen den Garten auf eine harte Probe, insgesamt gesehen war es meist aber zu trocken. Auf den Äckern und Wiesen, in den Beeten und auf den Terrassen vertrockneten viele Pflanzen, oftmals kam man mit dem Gießen einfach nicht mehr hinterher. Jetzt, gegen Ende des Sommers, sehen braunen Stängel nicht besonders gut aus. Doch so schlimm steht es um den Garten wahrscheinlich gar nicht – mit diesen Tipps kehrt die bunte Farbe wieder auf Garten und Balkon zurück:

Der Rasen gleicht zwar eher einer braunen Steppe, doch in den Wurzeln im Boden ist im Zweifel noch genug Leben – im mediterranen Raum überleben die Gräser ja auch. Wichtig ist es jetzt, den Rasen nicht zu kurz zu schneiden, damit der Boden beschattet bleibt. Die Gartenexperten empfehlen, den Mäher etwa 1,5 Zentimeter höher einzustellen als sonst. Eventuell kann es auch sinnvoll sein, kurzen Rasenschnitt liegen zu lassen, damit der Boden bedeckt ist. Unkraut und Moos sollten allerdings ausgeharkt werden, sie konkurrieren sonst um Wasser und Nährstoffe. Wo die Grünfläche etwas schütter geworden ist, kann man im September nachsäen. Und bevor der Winter wirklich kommt, benötigt der Rasen dann noch die letzte Herbstdüngung.

In den Beeten wiederum sind viele Blumen bereits verblüht. Für die Einjährigen ist die Saison damit beendet, aber im Zweifel haben sie ihre Samen fleißig verteilt und werden uns mit neuen Sämlingen im nächsten Jahr wieder erfreuen. Andernfalls sollten Samen jetzt eingesammelt und später nach Wunsch verteilt werden; trocken gelagert in einer Papiertüte halten sie sich gut. Ansonsten kann man das Verblühte aber einfach aus den Beeten entfernen – oder für die Tiere und Insekten stehenlassen.

Mehrjährige Pflanzen, die ihre Blüte hinter sich haben und vertrocknet aussehen, werden jetzt zurückgeschnitten. Wichtig ist dabei allerdings, dass es in den Tagen zuvor gut geregnet hat. Gärtnermeister Tristan Heinen-Bizjak erklärt dazu: „Wenn die Erde genug Wasser und Nährstoffe hat – bis Ende August oder Anfang September darf man noch etwas düngen –, treiben viele Stauden nochmals grün aus.“ Bei Sträuchern kann man sogar auf eine kleine Nachblüte hoffen, wenn man rechtzeitig Verblühtes zurückschneidet.

Nach diesen Aufräumarbeiten sieht wahrscheinlich so manches Beet oder mancher Topf erstmal ganz schön leer aus. Hier können pflegeleichte einjährige Herbstblüher wie Mädchenaugen oder Zinnien mit ihren schönen Herbstfarben schnell Akzente setzen. Nur Hochform laufen auch spätblühende Stauden auf, wie zum Beispiel die hohen Sedum-Arten, auch bekannt als Fetthenne oder Fettblatt. Sie vertragen dank ihrer dicken Blätter, die Wasser speichern können, auch trockene Zeiten. Astern dagegen benötigen etwas mehr Wasser; sie gehören mit ihren farbintensiven Sternblüten aber unbedingt ins späte Blumenbeet. Je früher man sie einsetzt, desto besser können sie sich vor dem Winter einwurzeln, allerdings sollte man anfangs regelmäßig gießen. Einem bunten Spätsommer steht so nichts mehr im Weg! (red)
  

Spectaculum

Foto: Bernward Bertram
Foto: Bernward Bertram

WORMS. Seit 2002 lädt das „Wormser Netzwerk Lebendiges Mittelalter“ alljährlich zum Spectaculum ein. Markt, Lager und Spektakel in der Wiesen- und Baumlandschaft der Rheinaue im Wormser Süden, genauer: im Stadtpark „Wormser Wäldchen“, ziehen mittlerweile Tausende von Besuchern an. Die Veranstalter sind bestrebt, trotz Corona das Mittelalter in diesem Jahr wieder an drei Tagen im Grünen aufleben zu lassen. Das genaue Programm steht aktuell noch nicht fest.

In den vergangenen Jahren waren immer Geschichtenerzähler und Puppenspieler, Musikgruppen mit mittelalterlichen Programmen wie Feuershows und Schwertkämpfe, Tanzgruppen, Lagergruppen mit spannenden Mittelalter-Workshops im Angebot, dazu Gaukler, Magier und allerlei Händler, die auf dem Markt ihre Waren feilbieten, zugegen. Beim Spectaculum gibt es regelmäßig für alle Altersgruppen viel zu sehen, zu erleben und mitzumachen. Da wird auch in diesem Jahr so sein. Die dargestellte Zeitspanne umfasst dabei die Jahre zwischen 500 und 1500 n. Chr.

Drehleiern, Flöten, Dudelsäcke, Rauschpfeifen, Schalmeien und Nyckelharpor – das sind nur einige der Musikinstrumente, denen die Besucher auf dem Wormser Spectaculum lauschen können. Zu den jährlichen Highlights zählen die Feldschlachten mit zahlreichen Gruppen aus dem Lager. An allen Tagen werden alte Handwerkskünste vorgestellt, darunter unter anderem die Herstellung von Glasperlen, Lederarbeiten und Kupferschmuck, Drechsler- und Schmiedearbeiten, Klöppeln, Spinnen, Weben und Holzschnitzen oder Bogenbau und Bronzeguss. Darüber hinaus gibt es Mitmach-Angebote wie Bogenschießen und ähnliches.

Der Markt lebt vom ehrenamtlichen Engagement vieler Gewandeter aus Worms und Umgebung und wird von der Stadt Worms tatkräftig unterstützt.

Aktuelle Hinweise zum Spectaculum gibt es unter www.spectaculum-worms.de. (red)