Kofferraum im ersten Stock

Dachboxen verschaffen Stauraum

Besonders praktisch ist es, wenn der Zugang zur Dachbox von zwei Seiten möglich ist. Foto: Bodo Marks / mag

14.07.2021

Steht der Familienurlaub oder ein Wochenendausflug mit dem Auto an, wird der Stauraum im Kofferraum schnell knapp. Autofahrer können dann auf Dachboxen zurückgreifen. Für einen Dachträger geeignet ist zunächst fast jeder Pkw. Grenzen gibt es beim Gewicht. „Die zulässige Dachlast steht nicht in den Fahrzeugpapieren, diese Angaben finden sich nur in der Bedienungsanleitung des Autos“, sagt Karsten Graef vom TÜV Süd. Je nach Fahrzeugtyp dürften zwischen 30 und 100 Kilo zusätzlich aufs Dach geladen werden.

Befestigt werden die Dachboxen immer auf Grundträgern. Die meisten Dachboxen werden seitlich geöffnet und können so auch bequem beladen werden. Bei der Gewichtsverteilung sollte auf Gleichmäßigkeit geachtet werden. „Ganz schwere Sachen gehören in den Kofferraum, innerhalb der Box die schweren Sachen nach unten“, so der Experte. „Polsternde Dinge wie Schlafsäcke oder Decken gehören nach vorne. So kann vermieden werden, dass bei einem Unfall spitze Gegenstände die Dachbox durchschlagen.“ Lücken sollte man vermeiden. Eine ungleichmäßige Verteilung der Last könnte im schlimmsten Fall zu Gewichtsschwerpunkten und einem Verrutschen der Box auf den Trägern führen. Aus diesem Grund sollte die Zuladung in der Dachbox immer mit Zurrgurten gesichert werden.

Graef rät, keine Träger und kein Zubehör ohne Kennzeichnung zu verwenden. Gute Dachboxen würden stets über entsprechende Siegel verfügen und seien gegenüber den Normen DIN 75302 und ISO 11154 geprüft.

Wer mit einer Dachbox unterwegs ist, muss mit einem höheren Spritverbrauch rechnen. Der ADAC registrierte in seinem Test einen Mehrverbrauch von bis zu 1,29 Litern. Auch das Fahrverhalten ändert sich. „Durch die größere Seitenfläche ist das Fahrzeug empfindlicher gegenüber Seitenwinden“, so Graef. Zudem ist bei Tunneldurchfahrten und Parkhäusern auf die veränderte Fahrzeughöhe zu achten. mag