Probesprünge auf der Dirt-Bahn

Eröffnung des Jugendbeteiligungsprojektes steht kurz bevor

Die Dirt-Bahn in Westhofen ist fast fertig, darf aktuell aber nur von den Jugendlichen des Beteiligungsprojektes zu Testzwecken genutzt werden. Der Termin für die Eröffnung stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest. Foto: Astrid Jakob

29.10.2021

WESTHOFEN. Durch die Corona-Einschränkungen der letzten beiden Jahre verstärkt, trafen sich viele Jugendliche aus Westhofen und Umgebung in den vergangenen Monaten fast täglich zum Biken. Besonders an Off-Road-Strecken hatten sie Gefallen gefunden. Auf der Suche nach Abwechslung und Trainingsmöglichkeiten ist schnell der Wunsch nach einer Dirt-Bahn entstanden.

Gemeint ist hier eine Strecke, die aus Erde wellenförmig modelliert ist, und so Tricks und Sprünge für Dirt-Bikes (spezielle Fahrräder) ermöglicht. Die Jugendlichen nutzten bereits Anfang des Jahres eine Bürgersprechstunde zur Kontaktaufnahme mit Bürgermeister Ottfried Fehlinger. Bald schon war eine geeignete Fläche ausgemacht und durch den Gemeinderat genehmigt worden. In räumlicher Nähe zum bestehenden Skatepark sollte eine solche Bahn ab Juni im Vogelsangpark gebaut werden. Ein großes Glück für die Jungen, dass Unterstützer mit Know-how für dieses Projekt gewonnen werden konnten. So hat Paul Schmitt den Parcours in zwei Einsätzen mit entsprechendem Baugerät nach den Wünschen der Jugendlichen modelliert und für die Feinarbeiten, die zurzeit noch durch die Jugendlichen selbst ausgeführt werden, vorbereitet. „Durch finanzielle Mittel des Aktionsplanes für gesellschaftliche Vielfalt, Toleranz und Demokratie des Landkreises Alzey-Worms konnte dieses Jugendbeteiligungsprojekt maßgeblich gefördert werden“, freut sich Astrid Jakob aus dem Westhofener Jugendbüro.

Jetzt wird auf die offizielle Eröffnung der Dirt-Bahn hingefiebert, damit alle das Meisterwerk bewundern und befahren können. Natürlich nur mit geeigneten Rädern und entsprechender Schutzausrüstung. Denn Sicherheit geht vor.

Neue Ideen und Verbesserungsvorschläge gibt es natürlich auch schon: So soll Sturzpotenzial an einer Rampe durch eine Art Gummimatte abgemildert werden. Die Idee stammt von dem 15-jährigen Mitinitiator Finn Engelhard. „Ein aus unserer Sicht wirklich gelungenes Beispiel für Partizipation der Jugendlichen im Gemeinwesen und Mitbestimmung in der Kommunalpolitik“, freut sich Astrid Jakob. Das Projekt soll auch weiterhin durch die Beteiligung der Jugendlichen wachsen und lebendig bleiben. red