Grün dekoriert
11.09.2019

Wirkungsvolle Pflanzen für die Wohnung

WOHNKOMFORT: Ein mit Pflanzen dekoriertes Zimmer sieht nicht nur schön aus, es ist zudem auch gesünder. Denn Pflanzen reinigen die Luft von chemischen Stoffen und schaffen so ein gutes Raumklima. Foto: GPP

Ab dem Spätsommer und Herbst verlagert sich das Leben wieder nach drinnen. Umso wichtiger, dort eine Umgebung vorzufinden, die zum Wohlfühlen einlädt. Pflanzen spielen dabei eine elementare Rolle. Sie sehen nicht nur schön aus, sondern machen einen Raum wohnlich. Außerdem sorgen sie für ein gesundes Klima, indem sie die Luft von chemischen Stoffen reinigen, die Möbel, Wandfarbe, Bodenbeläge, Putzmittel oder auch Kleidung unablässig abgeben. Damit beeinflussen Pflanzen direkt das Wohlbefinden.

Gute Luft durch Pflanzen

Es gibt für jedes Zimmer die richtige Pflanze – egal, ob kleines WG-Zimmer, lichtdurchflutete Küche, warmes Bad oder kühler Flur. Trifft man die richtige Wahl, verwandelt sich jeder Raum – vorausgesetzt, er hat ein Fenster für das lebensnotwendige Licht – in eine grüne, gesunde Oase. Wichtig ist, in welcher Umgebung sich Pflanzen wohlfühlen und welche besonders gute „Luftreiniger“ sind. Denn Studien der NASA haben gezeigt, dass einige Pflanzen Kohlendioxid effektiver in Sauerstoff umwandeln als andere.

Niederländische Zimmerpflanzengärtner haben sich zusammengeschlossen und entsprechende Pflanzen gezüchtet, die nachweislich eine besonders gute Auswirkung auf ihre Umgebung haben. Besser als andere Pflanzen nehmen sie schädliche Stoffe auf, bauen diese ab, verbessern die Luftfeuchtigkeit und wandeln Kohlendioxid in Sauerstoff um. Anders als viele technische Luftverbesserer sind die lebendigen „guten Luftspender“ auch noch sehr schön.

Für den geeigneten Standort dieser Pflanzen liefert ihre Heimat einen guten Hinweis: Einige kommen aus hellen, trockenen Gegenden, andere aus tropischen Gebieten, wieder andere wachsen an Felsen, manche in Sümpfen. Möchte man, dass die Pflanzen einen lange glücklich machen, muss man zunächst die Pflanzen selbst glücklich machen. Das geht am besten, indem man einen Standort wählt, der ihnen gefällt.
   

GESTALTUNG: Die Areca-Palme – eine eindrucksvolle Tropenpflanze aus Madagaskar – macht sich besonders gut in einem großen Topf oder Kübel. Foto: GPP

Große Vielfalt

Didymochlaena truncatula, ein äußerst dekorativer Farn, wünscht sich beispielsweise hohe Luftfeuchtigkeit – ganz wie im südamerikanischen Urwald. Somit ist er ein idealer Schmuck für das Badezimmer. Für den Flur oder das Arbeitszimmer ist die Calathea, auch Korbmarante, eine gute Wahl. Ursprünglich wächst sie in den tropischen Regenwäldern Amerikas im Schatten großer Bäume und Pflanzen. Daher bevorzugt sie einen lichtarmen Standort. Als besonderen Clou wartet die Calathea mit einer außergewöhnlichen Fähigkeit auf: Am Abend rollt sie ihre Blätter zusammen. Die Spathiphyllum, auch als Einblatt bekannt, wächst in ihrer Heimat Kolumbien und Venezuela ebenfalls am Fuße großer Gehölze und freut sich daher über einen halbschattigen Standort. Das Besondere neben ihrer sehr guten luftreinigenden Fähigkeit sind ihre elliptisch-spitzen Hochblätter. Sie rahmen viele kleine Blüten ein und stehen in einem interessanten Kontrast zum saftigen Grün. In die Höhen zieht es hingegen den Efeu, der in der Natur auf Bäume oder Felsen klettert. Neben Hockern und Sideboards kommt er daher auch bestens auf hohen Regalen zurecht. Die Areca-Palme – eine eindrucksvolle Tropenpflanze aus Madagaskar – mag es dagegen sehr hell, obwohl ihr direkte Sonne nicht so gut bekommt. Mit einer Höhe von bis zu 2,20 Metern macht sie sich besonders gut in einem großen Topf, den man neben ein hohes Fenster, den Terrassenausgang oder in ein lichtdurchflutetes Wohnzimmer stellt. GPP

  
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