Gegen den Autodiebstahl

In die Sicherheit des Fahrzeugs investieren: Lenkradkrallen im Test

Foto: Klaus-Dietmar Gabbert / dpa

13.09.2021

Alle 37 Minuten wird in Deutschland ein Auto geklaut. Im Schnitt. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) verzeichnete 2019 insgesamt 14 229 Diebstähle. Dabei entstand ein Sachschaden von knapp 280 Millionen Euro. Als mechanische Diebstahlsicherung sollen deshalb Lenkradkrallen Autoknacker abschrecken.

Die breiten, abschließbaren Riegel sollen ein Auto unlenkbar machen, indem sie das Drehen des Volants möglichst verhindern. Es gibt sie bereits für eine Handvoll Euro. Doch die Billigbügel sind keine gute Idee. Das hat die „Auto Bild“ (28/2021) in einem Test von acht Modellen zwischen rund 16 bis rund 98 Euro herausgefunden.

Die Hälfte der auch Lenkradsperren oder Lankradschlösser genannten Bügel fällt mit „mangelhaft“ durch. Darunter sind die billigsten Modelle, eben auch weil sie zu einfach zu knacken sind. Zum Teil reicht schon langes heftiges Wackeln mit einem Werkzeug im Schlosszylinder, um sie sogleich öffnen zu können.

Die Nase vorn hat der „Heyner Wheelblockpro“ als teuerstes Modell für 98 Euro. Das einzige Modell im Test mit Zahlenschloss schneidet auch als einziges „sehr gut“ ab.

Der „Stoplock Pro Maximum Security Steering Wheel Immobiliser“ (95 Euro) und der Preise-Leistungs-Sieger „Artago Special Security Europe 870 Universal“ (79 Euro) folgen mit jeweils „gut“. Ein Modell für 26 Euro war nur ausreichend. Leicht und praktisch sei es, biete aber nur wenig Sicherheit, so Auto Bild.

Übrigens: Bei größeren Fahrzeugen können die Krallen wenig Sinn haben, wenn sich aufgrund der größeren Innenräume die Lenkräder auch mit Kralle noch ausreichend drehen lassen.