Das macht Mainz aus

Mit passenden Konzepten die Attraktivität der Innenstadt sichern und für die Zukunft stark machen

Die Römerpassage mit ihren vielen Geschäften auf mehreren Ebenen ist ein wesentlicher Teil der Citymeile. Archivfoto: Lukas Görlach

15.09.2022

Wie jede Stadt, deren City vom Einzelhandel geprägt ist, muss auch Mainz sich diversen Herausforderungen stellen – und das nicht erst seit der Corona-Krise.

Einkaufszentren auf der grünen Wiese, der Onlinehandel und jetzt auch noch die starke Inflation gepaart mit der Energiekrise: Städte und der in ihnen beheimatete Einzelhandel haben es nicht leicht. Das Kaufverhalten der Menschen ändert sich, das verfügbare Geld wird knapper, die Konkurrenz durchs Internet und die damit verbundene Einkaufsmöglichkeit vom heimischen Sofa aus ist durch die Pandemie noch verstärkt worden. Trotzdem: Innenstädte und ihre besondere Atmosphäre locken nach wie vor Menschen, animieren zum Bummeln und sich Treffen, zum Kaufen, Genießen und Seele baumeln lassen. Doch der Kampf um die Kundschaft nimmt zu.

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Zentrenkonzept

In Mainz hat man das Problem schon vor vielen Jahren erkannt und mit verschiedenen Konzepten die Attraktivität der Innenstadt zu fördern gewusst. Bereits 2005 wurde vom Stadtrat das Zentrenkonzept beschlossen, das man inzwischen mehrfach fortgeschrieben und damit aktualisiert und auch angepasst hat, letztmals im August 2021. Es bildet die planerische Grundlage für die Steuerung der Einzelhandelsentwicklung in Mainz. Das Zentrenkonzept sieht eine eindeutige Vorrangstellung der Innenstadt vor, um diese zu erhalten und zu stärken. Eine Liste mit zentrenrelevanten Sortimenten sorgt dabei als Steuerungsinstrument dafür, die Angebote des Handels räumlich zu lenken und die für die Attraktivität der Mainzer City notwendige Angebotsvielfalt zu sichern.

Shoppen in Mainz soll Spaß machen und das in einer Innenstadt, die für die Gäste klar strukturiert ist. Archivfoto:Harald Kaster
Shoppen in Mainz soll Spaß machen und das in einer Innenstadt, die für die Gäste klar strukturiert ist. Archivfoto:Harald Kaster

IEK – Integriertes Entwicklungskonzept

„Das Integrierte Entwicklungskonzept Innenstadt (IEK Innenstadt) definiert die Ziele und Handlungsfelder zur Stärkung und Entwicklung der Mainzer Innenstadt und beschreibt die dafür notwendigen Projekte und Maßnahmen“, heißt es auf der Homepage der Stadt Mainz. In Verbindung mit der Priorisierung der Projekte und Maßnahmen und der Festlegung ihrer Umsetzungszeiträume hat der Stadtrat ein Entwicklungskonzept geschaffen, das als Diskussions- und Entscheidungsgrundlage für die Öffentlichkeit, die Innenstadtakteure und die politischen Gremien dient. Und es sichert die rechtlichen Voraussetzung für die weitere Förderung im Rahmen des Bund-Länder-Programmes „Aktive Stadtzentren“.

Das IEK Innenstadt bietet den Handlungsrahmen für die strukturelle Entwicklung und städtebauliche Gestaltung der Mainzer Innenstadt für rund 10 bis 15 Jahre. Beginn war im Jahr 2015, mittelfristige Ziele sollen bis 2025 erreicht sein, insgesamt sind die Maßnahmen auf Dauer ausgelegt. Unterstützt werden soll die Bedeutung von Mainz als Oberzentrum und Landeshauptstadt. Wesentliche Themenfelder sind dabei der Handel, das Wohnen, das Arbeiten, die Erschließung mit Öffentlichem Nahverkehr plus Rad- und Fußwegen sowie die Grünflächen.

Die Pflasterung der Citymeile gibt beste Orientierung. Archivfoto: Sascha Kopp
Die Pflasterung der Citymeile gibt beste Orientierung. Archivfoto: Sascha Kopp

Tripolkonzept

Schon im Jahr 2004 entwickelte die Stadt Mainz das sogenannte Tripolkonzept für ihre Ciry. Dazu wurden damals drei aufeinander aufbauende Gutachten erstellt. Das Tripolkonzept umfasst die Bereiche Am Brand, Ludwigsstraße samt ehemaligem Karstadt und die Römerpassage als drei wesentliche Pole. Sie gelten als die Kernbereiche des Einzelhandels. „Dadurch blieben die Gebiete um den Schillerplatz und die Große Bleiche unbeachtet – eigentlich hätten wir ein Trapez“, merkt die heutige CityManagerin Sandra Klima an. Es wurde damals empfohlen, die drei genannten Pole durch entsprechende Verbindungsachsen miteinander in Beziehung zu setzen und damit besonders zu stärken und aufzuwerten.

Citymeile

Das geschah im Mai 2005, denn dann wurde von Mainz City Management e.V. in Zusammenarbeit mit der Stadt Mainz das Konzept der Citymeile entwickelt. Durch bauliche und gestalterische Maßnahmen wie Platzsysteme, Bodenbeläge oder Fußgängerzonen und verbindet die Citymeile die Einkaufsquartiere der Stadt Mainz, bietet Orientierung für die Besucherinnen und Besucher und verhindert eine räumliche Zersplitterung des Stadtzentrums. Die Mainzer Innenstadt wird so in ihrer ganzen Vielfalt und doch als Einheit wahrgenommen.

VON ANKE GERSIE


13. Rätselfrage:

Womit setzte MCM in Coronazeiten Zeichen?

- Urlaubstipp (E)
- Weihnachtsgeschenk (A)
- Bändchenaktion (U)